641 objects without qualities kleine

641 objects without qualities ist in Zusammenarbeit mit Christof Zwiener enstanden. Berlin besitzt unzählig viele Orte, an der Geschichte sichtbar und begehbar ist. Die jüngeren Ereignisse des letzten Jahrhunderts haben Spuren hinterlassen. Besonders die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, sowie auch der nachfolgende Kalte Krieg mit der Teilung der Stadt, hinterliessen die größten Narben im Stadtbild. Die betroffenen Generationen waren daran interessiert, die sichtbaren Folgen möglichst rasch zu beseitigen, um zu einem geregeltem Alltag zurückzukehren. Nach der bedingungslosen Kapitualtion Deutschlands lag Berlin in Trümmern. Aus den zu beseitigenden Trümmern und dem Schutt wuchsen in der Nachkriegzeit in und um Berlin 15 Berge und Hügel, welche heute begrünt der Erholung und Aussicht dienen. Nichts verweist beim ersten Blick darauf, dass eine halbe Stadt unter unseren Füßen begraben liegt. In der Arbeit 641 objects without qualities dokumentieren Sonya Schönberger und Christof Zwiener Material, das sie bei der Spurensuche an den Hanglagen der Trümmerberge wiederentdeckten. Nüchtern und akribisch werden Teile abfotografiert und archiviert, die vom vergangenen Leben und der Zerstörung berichten.